03.09.2011 artus zu Gast … in der URBAN ART-Ausstellung

Die Ausstellung „Urban Art, Graffiti 21“, die derzeit im Weltkulturerbe Völklinger Hütte in der Möllerhalle gezeigt wird, vereint über 30 Graffiti-Künstler aus Europa und den USA. Beginnend von den Ursprüngen des New York-Writing bis hin zu figurativem Graffiti vermitteln Cope2, Daim, Dare oder Swet - um nur einige bekannte Namen zu nennen - , die Kunstform Graffiti, die von der Straße und aus der Illegalität herkommend heute ihren festen Platz im Kunstbetrieb mit Galerien, Museen und Auktionen erobert hat.

Auch der saarländische Graffiti-Künstler Patrick Jungfleisch, Künstlername RESO, ist mit zwei Werken in der Ausstellung vertreten. Er führte unsere Gruppe persönlich und gewährte uns damit einen tiefen Einblick in eine noch – zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung –recht junge Kunstform. Graffiti bedeutet zunächst eine Abfolge von Buchstaben und ggf. Zahlen, der Sprayer „schreibt“ seinen Namen. In der Regel sind diese Buchstaben ornamental verschlungen, zunächst horizontal en face, in der Weiterentwicklung dann plastisch als eine Art 3D-Schrift.Beginnend bei „Cope2“ mit seinem ausgeprägten Bubble-Style führte uns Reso zu „123Klan“ und ihrer figurativen, an der Werbung orientierten Bildsprache oder „CMP ONE“ und seinen Bildträgern, die fast völlig auf Schrift verzichten, und mit der dargestellten Thematik „Stadt und urbaner Raum“ an die Anfänge der Graffiti-Writer erinnern. Bei „Daim“ explodieren die Buchstaben in Grün, Gelb und Orange und vermittelt dreidimensional konstruierte Buchstabengebilde. Die Französin „Miss Tic“ verzaubert mit Collage und Stencil (Schablonentechnik). Die Möllerhalle liefert den perfekten äußeren Rahmen für diese fantastische Überblicksausstellung.  Eine großartige Symbiose! Perfekt vorgestellt von RESO! Hendrik Kersten, Projektleiter der Völklinger Hütte, begrüßte uns und ergänzte während der Führung spannende Details zur Möllerhalle und zum Aufbau der Ausstellung.

Ein wunderbarer Einblick in die „Kunst des 21. Jahrhunderts“.  Danke RESO! Unser Dank gilt zuletzt Prof. Meinrad Grewenig, der – wie bei unseren Besuchen zuvor – großzügig freien Eintritt gewährte!