04.04.12. artus zu Gast...im Atelier von Axl Klein

Am Mittwoch, dem 4. April 2012, 19 Uhr, besuchten 15 junge Freunde von artus das Atelier des Saarbrücker Fotografen Axl Klein, der derzeit vor allem mit seinem neuen Projekt "Zorn. Zeichen von Wille, Kraft für Wandel" im Fokus der Medien steht.

Klein begrüßte uns gemeinsam mit seinem Assistenten Matthias Wittekind und seinem Agenten Benjamin Knur.

 

Seit 2005 arbeitet er als selbstständiger Fotograf in den Bereichen Werbefotografie, People und Industrie. Darüber hinaus widmet sich Axl Klein freien Kunstprojekten.

Für unseren Atelierbesuch hatte Axl Klein drei Serien ausgewählt, die er uns ausführlich vorstellte: zunächst seine Portraitserie "für immer", die insgesamt 40 Personen, in immer gleicher Haltung vor einer monochromen Wand zeigte. Im Fokus standen die Tätowierungen der Portraitierten auf Armen und Oberkörper. Axl Klein machte deutlich, dass durch die sich auf allen Fotos wiederholende Pose, nämlich eine Frontalansicht mit ausgebreiteten Armen der Dargestellten, sowohl die Tatoos von Interesse waren, aber vor allem auch die direkte Blickkonfrontation mit dem Betrachter. Daher waren die Portraits bei der ersten öffentlichen Ausstellung dieser Serie auch alle auf Augenhöhe angebracht.

 

Ein weiteres Projekt, das im letzten Jahr entstand, zeigte Menschen in ihrem "arbeitsraum". Hier erfuhren wir, dass die Fotos in mehreren "Schichten" entstanden, also zunächst der Hintergrund ausgeleuchtet und fotografiert und hernach die Person in Szene gesetzt wurde. Begleitend zu den Fotos interviewte Widu Wittekind, Redakteur beim Saarländischen Rundfunk, die Portraitierten. In einem aufwändigen Bildband wurden die Fotos und Texte zu einem Ganzen zusammengeführt.

Über die Entstehung dieser Serie gab es auch einen Beitrag im "Kulturspiegel" des Saarländischen Rundfunks, den wir uns bei unserem Atelierbesuch ansahen und dadurch den Entstehungsprozess besser nachvollziehen konnten.

 

Zum Abschluss gewährte uns Axl Klein einen Einblick in seine neue Serie "Zorn. Zeichen von Wille, Kraft für Wandel". Hierbei geht es ihm um eine Emotion, die nicht mit Gewalt gleichzusetzen ist, sondern eine Kraft, die fähig ist, eine Gesellschaft aufzurütteln und zu verändern, auf Missstände hinzuweisen. Zwei großformatige Arbeiten hatte Axl Klein extra für unseren Rundgang bereits in Originalgröße angefertigt. Die Serie ist noch nicht abgeschlossen. Vor allem deutsche Prominente sollen die Reihe der "zornigen" Portraits fortführen. Eine Menschenrechtsorganisation hat hierfür bereits ihre Partnerschaft zugesagt.

 

Wir wünschen viel Erfolg beim neuen Projekt "Zorn" und bedanken uns für einen interessanten zweistündigen Rundgang!