04.05.13 artclub unterwegs...zur Urban Art Biennale

25 Freunde des artclubs besuchten die Urban Art Biennale mit RESO

 

Am Samstag, dem 4. Mai 2013, begleitete uns Urban-Art-Künstler RESO durch die „Urban Art Biennale", die derzeit im Weltkulturerbe Völklinger Hütte in der Möllerhalle gezeigt wird. Sie vereint 36 Graffiti-Künstler aus Europa und den USA mit insgesamt 50 Werken. Sie wurde von Frank Krämer, Projektleiter beim Weltkulturerbe, Bennie Knur (Galerie Neuheisel) und RESO gemeinschaftlich kuratiert.

 

Der Begriff Urban oder Street Art wird häufig gleichgesetzt mit Graffiti, das ist jedoch nicht ganz korrekt, denn Graffiti ist nur e i n Medium das zur Urban Art gehört. Urban Art umfasst auch andere Kunstformen wie Tanz und Musik, Hiphop und Breakdance zum Beispiel.

 

Das Wort Graffiti selbst kommt aus dem Italienischen von Graffito, das sich wiederum aus dem Griechischen von Graphein ableitet, was einfach nur SCHREIBEN bedeutet. Bei dem Begriff „Graffiti“ und seinen künstlerischen Ausdrucksformen, unterscheidet man grob drei Grundformen:

das Graffiti-Writing, Style-Writing oder auch kurz nur Writing genannt, das figurative Bildgraffiti, welches Schrift und gegenständliches Bildvokabular mischt und das Pochoir bzw. Stencil (Schablonen). Direkt am Eingang der Ausstellung empfangen zwei Werke von RESO die Besucher: „Lost in New York“ und „Seven Skies“, zwei Arbeiten, ausgeführt in Acryl auf Leinwand, aus dem Jahr 2013.

Direkt daneben finden sich zwei typische „Mädchen“-Bilder des Berliner Künstlers „El Bocho“. In der Folge sahen wir auch „Forms of Illusions“ des Altmeisters „Blade“ oder eine Arbeit aus Sprühlack auf Leinwand („Crystal Phase“) des New Yorker Graffiti-Urgesteins „Phase2“.

 

Auch die Brasilianer sind bei der Neuauflage der Urban-Art-Ausstellung in Völklingen wieder vertreten. Hatte man in 2011 noch Os Gemeos gezeigt, so war diesmal eine Arbeit von „Finok“, einem Schüler der brasilianischen Zwillinge Otavio und Gustavo Pandolfo (Os Gemeos) im typischen Sao-Paulo-Stil zu sehen: „Namaste“. Vor einer Art „Flaggenteppich“ thront eine männliche Figur mit vier Armen.

 

Von Jef Aérosol werden zwei Stencil-Arbeiten u.a. mit einem seiner berühmten Motive des „Sittin Kid“ gezeigt. RESO erläuterte, dass ein Werk wie etwa „The Geisha & the sittin’ kid“ aus vielen unterschiedlichen Schablonen besteht. Der Begründer der Schablonenkunst „Blek le Rat“ war bereits 2011 in Völklingen vertreten.

 

Bei unserem fast zweistündigen Rundgang erklärte uns RESO nicht nur die Ursprünge des Graffiti, viele Details der einzelnen Werke und ihre Besonderheiten, sondern wusste auch über aktuelle Projekte, Ausstellungen und Auktionsergebnisse der jeweiligen Künstler zu berichten.

 

Danke, lieber RESO, für diesen umfassenden Einblick in die Urban-Art-Szene!

Herzlichen Dank auch an Prof. Meinrad Grewenig, der uns freien Eintritt gewährte!