07.12.11 artus zu Gast...im Saarl. Künstlerhaus

Bei unserer letzten Veranstaltung im Jahr 2011 besuchten wir die Ausstellung „Light Lines“ von Thomas Meier-Castel im Saarländischen Künstlerhaus Saarbrücken. Begrüßt wurden wir von Geschäftsführerin Katja Hanus, die uns die Institution vorstellte und zu einem Umtrunk einlud. Mit Getränken versorgt, begaben wir uns gemeinsam mit Dr. Ingeborg Besch auf einen Rundgang durch die Ausstellung, die vornehmlich großformatige Kaltnadelradierungen präsentierte.

Der 2008 verstorbene saarländische Künstler Thomas Meier-Castel hat sein künstlerisches Schaffen über 30 Jahre lang der Radierung gewidmet. Ein Beweggrund war seine Faszination für Metall, auf dem er in unterschiedlichsten Verfahren Spuren hinterließ, ob mit Bohrmaschine, Flex, Rakel oder Winkelschleifer. Ingeborg Besch konzentrierte sich vor allem auf die künstlerischen Techniken, die aufgrund der Größe der Radierungen auch besondere Werkzeuge, Druckplatten sowie Maschinen erforderten. Meier-Castel hatte sich für seine XXL-Formate eine eigene Druckerpresse bauen lassen, die ihm die riesigen Abzüge überhaupt erst möglich machte. Bevorzugt hat er seine Platten auch an geschichtsträchtigen Orten wie dem Kolosseum in Rom oder der Berliner Mauer vor Ort bearbeitet, in dem er sie z.B. mit seiner Anhängerkupplung über die Straße zog, um ihnen die „Schrift“ des Ortes einzuschreiben.

„Meine Kunst erwächst aus permanentem Unterwegssein, die Radierungen sind Seismographen von Begegnungen, Aufzeichnungen von allem, was mir bewusst wird, und von allem, was die Zeit begreifbar macht“, so Meier-Castel in seinem letzten Interview.

Im Anschluss an die Führung im Künstlerhaus lud Dr. Ingeborg Besch in ihre Galerie zu einem Umtrunk innerhalb der von ihr veranstalteten „Nikolausfinissage“ ein. Ganz herzlichen Dank dafür!