09.04.2008 "Rudolf Jahns"

FÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG VON RUDOLF JAHNS IM SAARLANDMUSEUM, SAARBRÜCKEN

Der junge Freundeskreis artus- Junge Freunde Kunstmuseen, lud am Mittwoch, dem 09. April 2008, zur Führung durch die Ausstellung RUDOLF JAHNS ins Saarlandmuseum ein. Zu der Veranstaltung kamen 26 junge Menschen zu Besuch, um sich auf eine Reise durch das zwanzigste Jahrhundert zu begeben.

Nach kurzer Einführung in die Arbeit von artus- Junge Freunde Kunstmuseen übernahm Alexander Emmert die Führung sehr interessant, vielschichtig und abwechslungsreich.

Die Bilder von Rudolf Jahns laden dazu ein, die eigene Vorstellung der Kunst im 20.Jahrhundert, an den Bildern des Künstlers zu reiben. Jahns hat als Autodidakt viele Kunststile des zwanzigsten Jahrhunderts rezipiert und viele Bilder gestaltet, die an Kirchner, Picasso, Marc, Feiniger oder Baumeister erinnern. Viele Bilder rufen sofort Vergleiche aus dem Fundus des Kollektiven Gedächtnisses herauf, da man die Vorbilder sofort erkennt. Jahns geht dabei allerdings auch einen eigenen Weg, indem seine Bilder eine persöhnliche Verarbeitung der Kunstentwicklung zeigen. Sein Ringen mit der Abstraktion begleitet ihn durch sein äußerst vielfältiges Oeuvre. Die Bilder, die dabei entstehen, nehmen teilweise sogar schon Kunstentwicklungen vorweg, die dann erst in den 60 Jahren allgemeine Praktik werden (z.B.: Künstlergruppe SPUR).

Einen relativ unbekannten Künstler wie Rudolf Jahns zu zeigen, und somit ein erweitertes Bild auf die Kunst des 20.Jahrhunderts zu werfen, ist mit dem Konzept der letzten documenta in Kassel vergleichbar. Dort waren zwei retrospektiven von zwei Außenseiterkünstlern über die ganze Ausstellung verteilt, die ihre eigene Sicht der Kunstentwicklung zeigen (Posenenske und McCracken).

Ein herzlicher Dank für den wundervollen und kurzweiligen Abend gilt Alexander Emmert.

Impressionen
Alexander Emmert
Gruppenbild