artclub unterwegs...zum Kunst-Raum der Sparda-Bank

Besuch der Ausstellung mit Wolfgang Birk

Rund 30 Kunstfreunde folgten am vergangenen Mittwoch trotz sommerlicher Temperaturen der Einladung des artclubs zu einem exklusiven Besuch des Kunst-Raums der Sparda-Bank in den Räumlichkeiten des Ministeriums für Bildung und Kultur. Wolfgang Birk, Angestellter des Ministeriums für Bildung und Kultur, erklärte nach der Begrüßung zunächst die Hintergründe und die Entstehungsgeschichte des Kunst-Raums, dessen 28 Skulpturen und Bilder eine Schenkung der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank sind. Die Schenkung war ausdrücklich an die Bedingung geknüpft, die Werke von Alexander Archipenko, Jo Enzweiler, Otto Herbert Hajek und anderer namhafter Künstler der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu vermitteln. Wolfgang Birk erläuterte denn auch äußerst versiert und feinsinnig die Ausstellungsstücke, die unisono der konkreten Kunst zuzuordnen sind und einen Bezug zum Saarland haben. So sind viele der im Kunst-Raum ausgestellten Künstler mit weiteren Werken im öffentlichen Raum im Saarland vertreten, etwa Paul Schneider mit seinen Granitstelen auf dem St. Johanner Markt oder Robert Schad mit dem Brunnen "Saarbrücker Wasser" in der Fußgängerzone.

 

Humorvoll wurden auch die Herausforderungen und Probleme des besonderen Ausstellungsortes thematisiert, drei miteinander verbundenen und regelmäßig in ihrer ursprünglichen Funktion genutzten Sitzungssälen. Eine museale Präsentation der Werke ist daher schwierig, so erwies sich die Hängung von Georg Karl Pfahlers Gemälde zwischen Tür und Wandvorsprung als etwas unglücklich und die von Erwin Wortelkamp präferierte Anbringungsart seiner Holzskulptur scheiterte an der Beschaffenheit der Wände. Lebhafte Diskussionen löste die Präsentationsform der Skulpturen auf Säulen, die meisten ohne Schutzabdeckung, aus: Während einige artclubberinnen und artclubber ihre Sorgen um die Werke äußerten, waren andere beglückt, der Kunst einmal so nahe kommen zu können.

 

Zur Freude aller Anwesenden ließ es sich Wolfgang Birk nicht nehmen, den Kunstfreunden zum Abschluss auch einen Blick in die „Ministeretage“ und auf die dort ausgestellten Gemälde zu gewähren. Neben den Kunstwerken sorgte vor allem auch der gelungene Umbau der ehemaligen „Alten Post“ für Begeisterung.

Wir danken Wolfgang Birk ganz herzlich für die äußerst kompetente und spannende Führung durch den Kunst-Raum!