11.07.2009 "Wahrnehmen, Beobachten, Erkennen"

Die andere Methode des Sehens – mit JOVI GÜTH

Am Samstag, dem 11. Juli 2009, trafen sich 20 Junge Freunde Kunstmuseen um 10 Uhr am Schlossplatz in Saarbrücken um gemeinsam mit Jovi Güth die Landeshauptstadt Saarbrücken einmal aus einem anderen Blickwinkel zu erleben.

Begonnen wurde am Schlossplatz, mit kurzer Einführung zum Schloss und seinen unterschiedlichen architektonischen Versatzstücken (Knipper, Böhm). Von der Schlossterrasse hatten wir Gelegenheit, die in der Barockzeit von Friedrich Joachim Stengel geplanten Blickachsen – zumindest teilweise – noch nachzuerleben.

Von dort aus ging es zum Landtag, in die Talstraße, zur Spichererbergstraße, an der wir uns mit Wasser und Kaffee erste einmal stärkten und zur Laurettenstraße Treppen hoch und wieder herunter. Während unseres Rundganges hat uns Jovi Güth anhand von Plänen und Zeichnungen jeweils auch den ehemaligen Stadtverlauf näher gebracht. Die Spuren der Vergangenheit sind zum Teil zwar durch neue Gebäude verdeckt, doch vielfach noch vorhanden. Wahrnehmen, Beobachten, Erkennen: das war das Leitmotiv von Jovi Güth an diesem Vormittag. Wir waren sehr begeistert, die schönen und zugleich etwas unbekannteren Seiten Saarbrückens, abseits von den üblichen Stadtführungen, kennen zu lernen und gemeinsam mit Jovi Güth „ein Kontinuum der Stadtkultur, der Heimat“ (neu) entdecken zu können.

Jovi Güth, Jahrgang 1937, studierter Geograph und ehemaliger Mitarbeiter des Institutes für Landeskunde sowie Herausgeber der Bauernhausfibel, begeistert seit 1960 bei seinen Führungen Besucher mit einer „anderen Methode des Sehens“.

Wir, artus Junge Freunde Kunstmuseen, freuten uns insbesondere diesen „Bewahrer mit Kämpferherz“ (Saarbrücker Zeitung 11/12. Juli 2009 Nr 158 S. A3) in seiner lebensbejahenden, aktiven Art kennengelernt zu haben und danken ihm recht herzlich für sein Engagement für die Erhaltung typisch saarländischer Strukturen in Dorf und Stadt sowie sein persönliches und liebenswertes Engagement an diesem Tag für unsere junge Gruppe der Fördergesellschaft des Saarländischen Kulturbesitzes.

Ebenso danken wir Gerhard und Jörg Güth für ihre Vermittlung und die Organisation sowie die einleitenden und abschließenden Worte.

Blickachsen
Teilnehmer
Gruppenbild
Jovi Güth
Jörg und Jovi Güth
Gerhard und Jovi Güth
Pierre