11.11.2009 "artus@home...Damien Deroubaix"

Am Mittwoch, dem 11.11.2009 lud artus-Junge Freunde Kunstmuseen ein zur:

Führung durch die Sonderausstellung DIE NACHT von  Damien Deroubaix im Saarlandmuseum.  

Damien Deroubaix verwendet in seinen Arbeiten Motive und Symbole, die am ehesten auf der Ebene des Traums, eher sogar des Albtraums angesiedelt scheinen. Eine Mischung aus Monstern, Skeletten, Gewaltszenen, Kriegsmaschinen und Waffen erscheinen in düsteren oder morbiden Umgebungen. Schriftzüge und Logos verleihen den Bildern zuweilen die Anmutung eines Graffitis oder eines Plakats, die klassische künstlerische Technik wird mit der Ästhetik moderner Medien verwoben. Nicht zuletzt dadurch entsteht eine Distanz des Bildes zu sich selbst, die die Referenz auf Videospiele oder Horrorfilme nicht greifen lässt.

Damien Deroubaix wird einige Arbeiten und die Einrichtung im Ausstellungspavillon des Saarlandmuseums eigens für diese Präsentation entwerfen. Neben zahlreichen Malereien, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier werden Skulpturen und große Rauminstallationen zu sehen sein, die dem Betrachter einen umfassenden Einblick in das künstlerische Schaffen und das verstörende Universum Deroubaix’ gewähren.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in die Thematik hat Jörg Güth das Wort an Fr. Dr. Schwan übergeben.
Dank der tollen Führung von Fr. Dr. Schwan ist es den Besuchern gelungen, die Botschaften von D.D. zu verstehen und sich der künstlerischen Dimension zu öffnen, trotz der zweifellos düsteren und schweren Grundthematik. Während des Ausstellungsbesuches betonte Sie mehrfach, dass man aus den von DD. gewählten künstlerlischen Botschaften nicht auf seinen Gemütszustand schließen sollte. Er sei ein sehr fröhlicher und lebensbejahender Mensch.

In der anschließenden Diskussion waren sich die Besucher einig, die Werke eines großen Künstlers gesehen zu haben, in denen sich viele Motive in den unterschiedlichsten Kombinationen wiederholen und somit durch ihre geschickte Komposition stets eine neue Botschaft transportieren.

Aufgrund der Motive, derer sich D.D. bedient, wird er nicht umsonst als der "deutscheste" der zeitgenössischen französischen Künstler bezeichnet.

Wir bedanken uns für die spannende Führung durch die Sonderausstellung bei Frau Dr. Schwan, die uns an diesem Abend die Sicht der Kunst und die Arbeitsweise von Damien Deroubaix spannend erläutert hat. Weiterhin danken wir unserem Organisationsmitglied Jörg Güth für die freundlichen Worte und die Begleitung. Herzlichen Dank!

Gruppenbild
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