15.02.2012 artus@home...James Ensor

Am 15. Februar 2012 besuchten wir gemeinsam mit Dr. Roland Augustin die von ihm kuratierte Ausstellung "James Ensor. Sterben für die Unsterblichkeit", die insgesamt rund 60 druckgrafische Werke (Radierungen, Lithografien und eine eigenhändige Zeichnung) aus den Beständen des Saarlandmuseums präsentiert.

James Ensor (1860-1949) wählte ganz bewusst das druckgrafische Medium, da es sich nicht nur leichter vervielfältigen ließ, sondern auch die Überlieferung an die Nachwelt authentisch bleiben sollte, und nicht wie etwa bei Gemälden durch Restauratoren veränderbar. Bei James Ensors Druckgrafik zeigte sich die besondere Raffinesse in den Details, die wir mittels Vergrößerungsgläsern erkunden durften. Maskierte Menschenmassen, spöttische Bildkommentare, die sowohl seinen schwarzen Humor als auch die Kritik an der Kirche zum Ausdruck brachten, bestimmten seine Werke. Der Tod, ob als Sensenmann mit Krallenfüßen, als Mordopfer oder Skelett, war in zahlreichen Bildmotiven präsent. Selbst das eigene Portrait war mit einem Totenkopf überzeichnet. Skurrile Geschöpfe, Fabelwesen und merkwürdiges Getier bevölkerten seine detailreichen Szenerien, die zum Teil an Pieter Breughel und Hieronymus Bosch erinnerten.

Unser herzlicher Dank gilt Dr. Roland Augustin für seine sympathische und interessante Führung!