18.03.2009 "Comics Made in Germany"

Die Ausstellung im Deutschen Zeitungsmuseum nimmt einen Rückblick auf Stoffe und Stile, Helden und Serien, Erfolge und Kuriositäten des deutschen Comic. Im Mittelpunkt stehen Bücher und Taschenbücher, Alben und Hefte unterschiedlicher Formate aus den Sammlungen der Deutschen Nationalbibliothek und des Instituts für Jugendbuchforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Ohne eine strenge Chronologie einzuhalten, folgt die Ausstellung einzelnen Etappen der Entwicklung des Comic, lässt Seitenblicke zu und fokussiert inhaltliche, buch- und mediengeschichtliche, stilistische und andere brisante Schwerpunkte.

Die Präsentation verfolgt die Entwicklung der Comics in Deutschland über verschiedene Phasen und Strömungen hinweg bis in die Gegenwart. Den Comics der Frankfurter Autoren und Zeichner, angefangen bei Cefischers legendärem Oskar, der Familienvater (seit 1950) bis hin zu den Satirikern der „Neuen Frankfurter Schule“, angeführt von Robert Gernhardt, Hans Traxler und F.K. Waechter, ist eine eigene Abteilung gewidmet. Die Comics der APO-Generation von 1968 wie Alfred von Meysenbugs Super-Mädchen sind ebenso zu sehen wie die Comics aus der Zeit der Jugend- und Alternativkultur, vertreten etwa durch das Werk Gerhard Seyfrieds oder Brösels Motorradfreak Werner.

Themen, durch die uns Museumsdirektor Dr. Roger Münch führte, waren u. a.: Streifzüge in die Literatur, Comic und Bilderbuch, Emanzipation und Alltag, Comics in der DDR, Geschichte als Abenteuer ….und Aufklärung, Geschichtsparodien, Funny animal Strips, Die 60er und frühen 70er Jahre und Ausblick ins neue Jahrtausend.

Entsprechend den gegenwärtigen literarischen Trends stehen Fantasy, Mystery und Science Fiction hoch im Kurs, wobei die Comic-Autoren die besonderen Möglichkeiten der visuellen Ausgestaltung fantastischer Szenarien auf opulente Weise nutzen.

Wir, die an diesem Abend 35köpfige Gruppe von artus –junge Freunde Kunstmuseen danken an dieser Stelle Fr. Dr. Elke Fegert für ihre einleitenden Worte und Herrn Dr. Roger Münch für sein Engagement und seine legere Führung durch die Ausstellung.

Dr. Münch/Dr. Fegert
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