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Die Kuratorenführung zur Ausstellung „Michal Budny“ startete ganz unvermutet im Skulpturengarten der Modernen Galerie. Dr. Roland Mönig erläuterte an Maillols „Venus ohne Arme“ und Caros „Panama“ grundlegende Aspekte zum Wesen und zur Entwicklung der Gattung Skulptur.

 

Die anfängliche Ratlosigkeit der Teilnehmenden gegenüber Budnys skulpturaler Intervention im Inneren des Museums wich dank der Ausführungen von Dr. Roland Mönig schnell regem Interesse und bald entspann sich ein lebhafter Dialog. Die sechs, größtenteils eigens für den Wechselausstellungraum geschaffenen Elemente entfalten ihre Wirkung besonders im Wechselspiel mit der Raum- und (Natur-) Lichtsituation.

 

Der frische Blick auf die scheinbar altbekannte 1950er Jahre Architektur von Hanns Schönecker und ihre durchaus skulpturalen Eigenschaften war nur eine von vielen überraschenden Erkenntnissen des Abends. Am Ende hatte jeder einzelne Teilnehmer nicht nur einen ganz eigenen Zugang zu den Arbeiten des polnischen Künstlers gefunden, sondern konnte auch sein persönliches Lieblingsstück benennen.

 

Ein herzliches Dankeschön an Dr. Roland Mönig für seine inspirierenden Ausführungen!

 

Blick in den Skulpturengarten der Modernen Galerie
Blick in die Ausstellung, im Vordergrund: Michal Budny, Gewalt Figur – Figure de la violence – Figure of Violence, 2015, Holz, MDF, Laminat, Schnitte, Klebeband, 20 cm x 600 cm x 500 cm, Installation Saarlandmuseum / Moderne Galerie, 2015 © Michal Budny, 2015, courtesy Michal Budny / Galerie Nordenhake, Berlin